Smarte Technologien für das sichere Arbeiten auf Baustellen

Arbeitnehmer/innen auf Baustellen sind höheren Gefahren ausgesetzt als in vielen anderen Bereichen. Zu den häufigsten Unfallursachen gehören das Arbeiten im Umfeld von Baumaschinen und der unsachgemäße Umgang mit Geräten. Für die Bauunternahmen führen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten infolge von Bauverzögerungen und Schadensersatzansprüchen zu deutlichen Mehrkosten. Erschwerend hinzu kommt eine zunehmende Komplexität der Bauprojekte und neue technische und ökonomische Herausforderungen. In immer kürzerer Zeit soll eine hohe Bauqualität gewährleistet werden. Um diese Anforderungen umzusetzen, hat die Digitalisierung im Bauwesen in den letzten Jahren zu neuen Arbeitsweisen geführt. Für die Planung des Arbeitsschutzes werden die digitalen Möglichkeiten aktuell jedoch noch nicht genutzt. Im Projekt werden Ansätze zur Verbesserung des Arbeitsschutzes auf Baustellen unter Verwendung von Digitalisierungen und Virtual Reality Technologien analog der „Industrie 4.0“ entwickelt.

 

Digitalisierung des Arbeitsschutzes

Informationen über Arbeitsprozesse, eingesetzte Baugeräte und Baumaschinen, verwendete Materialien und eingesetzte Arbeiter können mit einem virtuellen Modell des Bauwerks und der Baustelle verknüpft werden. Somit stehen den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren vor Ort schneller neue und hochwertigere Informationen zur Verfügung, wann welche Aufgabe mit welchem Werkzeug in welchem Bauabschnitt an welchem Tag ausgeführt werden. Entscheidungsträger werden bewusst in die Prozesse eingegliedert. Mit Hilfe von Sensoren können viele Informationen auf Baustellen erfasst werden, die dann durch neuartige Kooperations- und Partizipationsformen, u.a. Echtzeit-Monitoring Konzepte, für die schnelle Erkennung von Gefahren und vorbeugenden Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz eingesetzt werden können. Geeignete Maßnahmen werden auf Basis des virtuellen Modells des Bauwerks und der Baustelle analysiert, explorativ auf realen Baustellen erprobt und zusätzlich in Form von bedarfsgerechten Schulungen an die Beschäftigten weitergegeben.

Dazu wird eine Cloudbasierte digitale Plattform für die kollaborative Planung, Schulung und Steuerung des Arbeitsschutzes auf Baustellen erarbeitet. Damit entsteht ein Assistenzsystem für die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren.

 

Neue Möglichkeiten zur Umsetzung staatlicher Arbeitsschutzvorschriften

Die entwickelten Vorgehensweisen unterstützen die Aufgaben der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren und verbessern den Arbeitsschutz auf Baustellen maßgeblich. Um die Möglichkeiten und Instrumente eines digitalisierten Arbeitsschutzes nach Abschluss des Projektes in die unterschiedlichen Betriebe der Bauindustrie hineinzutragen, werden die Technologiepartner wichtige Anforderungen für die Weiterentwicklung von Sensoren und vernetzten Systemen zur Datenerfassung und Kommunikation auf Baustellen ableiten. Die Verwertung für KMU wird durch die Bauunternehmen und Technologieprovider sichergestellt. Die akademische Einrichtung übernimmt die Ergebnisse in die Lehre und trägt somit Hilfe der Umsetzungspartner zur Ausbildung zukünftiger Ingenieure und Führungskräfte bei.

 

Verbundpartner

 

 

Kontakt

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Informations- und Technikmanagement (IMTM)

Ansprechpartner:

Markus JelonekE-MailTel.: 0234/32-24432

Dr.-Ing. Rainer Skrotzki, E-Mail, Tel.: 0234/32-27723

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Projektkoordination

Lehrstuhl Informatik im Bauwesen

Ansprechpartner:

Ph.D., Dipl.-Ing. Jochen Teizer, E-Mail ,Tel.: 0234/32-26122